herdr: Terminal-Multiplexer für Server und AI-Agenten

herdr: Terminal-Multiplexer für Server und AI-Agenten

Ein Terminal-Multiplexer ist für mich ein Werkzeug, um mehrere Arbeitskontexte parallel im Blick zu behalten. Das können lokale Shells sein, SSH-Verbindungen zu Servern oder Sessions mit Coding-Agenten.

Dafür nutze ich herdr. Es lässt sich als normaler Terminal-Multiplexer verwenden und unterstützt verschiedene Coding-Agenten out-of-the-box. Dazu kommen persistente Sessions und die Möglichkeit, Remote-Maschinen per SSH anzubinden. So kann ich in einem Werkzeug mehrere Terminals und Agent-Sessions parallel organisieren.

Screenshot eines Terminalfensters mit mehreren Codezeilen und Abläufen, die Informationen über Home Assistant und Systemprozesse anzeigen. In der oberen linken Ecke befinden sich Navigationsoptionen, während der Hauptbereich von System- und Prozessdaten dominiert wird.

Auch wenn es sich um ein CLI Tool handelt ist es wichtig zu wissen, dass man alles auch per Maus bedienen kann. Es lassen sich alle Panes per Drag&Drop verschieben, genauso wie Tabs. Auch Menüs kann man per Klick mit der Maus öffnen.
Über die Tastatur geht selbstverständlich auch alles.

Nicht nur Terminalfenster

herdr verwaltet mehrere Sessions und Workspaces. Das ist nützlich, wenn ich zum Beispiel lokal entwickle, parallel auf einen Server zugreife und dazu einen oder mehrere Agenten laufen lasse.

Ein wichtiger Unterschied zu mehreren gewöhnlichen Terminalfenstern ist die persistente Session: herdr basiert auf einer Client-Server-Architektur. Prozesse, die in einer Session gestartet wurden, laufen weiter, auch wenn ich die Verbindung oder das Terminal verlasse. Wenn ich später zurückkehre, kann ich dort weitermachen und den aktuellen Stand sehen. Das gilt nicht nur für Coding-Agenten, sondern grundsätzlich für Prozesse in der Session.

Screenshot einer Terminal-Oberfläche mit buntem Text „CATPPUCCIN“ und einem Agenten namens „Hermes“. Links sind Maschinen- und Agentenmenüs sichtbar, während rechts technische Informationen und verfügbare Tools angezeigt werden.

Damit lassen sich Aufgaben trennen, ohne den Überblick zu verlieren: etwa ein Workspace pro Projekt, separate Sessions für unterschiedliche Agenten und zusätzliche Terminals für Serverzugriffe.

Agenten in den Terminal-Workflow einbinden

Coding-Agenten arbeiten häufig direkt im Terminal. herdr bringt die Sessions, Workspaces und Agent-Integrationen in eine gemeinsame Arbeitsumgebung.
Das macht herdr nicht selbst zum Coding-Agenten. Es organisiert vielmehr die Umgebung, in der Agenten und andere Prozesse laufen. Der praktische Nutzen entsteht, wenn mehrere Aufgaben parallel bearbeitet werden und ich zwischen den jeweiligen Sessions wechseln möchte.

Das Bildschirmfoto zeigt eine Benutzeroberfläche mit den Einstellungen für Integrationen. Es listet verschiedene Agenten auf, von denen einige als "nicht gefunden" und andere mit einer "Update verfügbar"-Benachrichtigung angezeigt werden.

Dazu kommen weitere Features, wie Git-Worktrees für getrennte Arbeitsstände, Plugins, konfigurierbare Tastenkürzel sowie Werkzeuge wie Neovim und Lazygit. Welche davon sinnvoll sind, hängt davon ab, wie viel der eigenen Entwicklungsumgebung man in diesen Workflow integrieren möchte.

GIT Worktree Support in Herdr

Agentische Nutzung

Herdr selbst ist über die Kommandozeile komplette automatisierbar. Da liegt es nahe, dass Agenten auch Herdr fernsteuern. Dazu beitet das Projekt direkt einen passenden Agent-Skill an.

npx skills add herdrdev/herdr --skill herdr -g

Der Skill enthält wichtige CLI Kommandos z.B. für das Window-Management. Dazu kommt noch, dass über das Tool auch über eine Socket-API steuerbar ist.

Remote-Zugriff und parallele Sessions

Für mich ist der SSH-Zugriff ein wichtiger Teil des Ganzen. Remote-Maschinen lassen sich in den Arbeitsablauf einbeziehen, sodass lokale Terminals, Serverzugriffe und Agent-Sessions gemeinsam im Blick bleiben.

Das ist besonders hilfreich, wenn eine Aufgabe nicht nur aus lokalem Code besteht. Man kann etwa ein Projekt bearbeiten, auf einem entfernten System Befehle ausführen und gleichzeitig den Status einer Agent-Session beobachten. Die Oberfläche bündelt diese Kontexte, statt sie auf verschiedene Programme und Fenster zu verteilen.

Fazit

Ich nutze herdr als Terminal-Multiplexer für gewöhnliche Shell-Arbeit, SSH-Zugriffe und Coding-Agenten. Besonders die persistenten Sessions und die Möglichkeit, mehrere Workspaces und Remote-Verbindungen zusammenzuführen, machen es für meinen Workflow interessant.

Es gibt auch noch andere Tools wie tuios die vielleicht flüssiger in der Darstellung sind oder besonders schickt aussehen. Ich persönlich fühle mich zur Zeit mit herdr sehr wohl und bin damit wesentlich produktiver.