valantic wird Anthropic Partner – und ich war dabei

valantic wird Anthropic Partner – und ich war dabei

valantic ist offiziell Select Partner im Claude Partner Network (Services Track) von Anthropic geworden - eines der ersten Consulting- und Solutions-Unternehmen in Europa überhaupt. Ich durfte an diesem Prozess inhaltlich mitwirken und war selbst Teil der Schulung, die dazu notwendig war.

Was diese Partnerschaft bedeutet

Eine Partnerschaft mit Anthropic ist kein reines Marketing-Abkommen. Um Select Partner zu werden, muss man nachweisen, dass man die Materie wirklich versteht: Claude, das Anthropic-Ökosystem, die Architektur hinter Agenten-Systemen. Und man muss in der Lage sein, dieses Wissen weiterzugeben – intern an Kolleginnen und Kollegen, aber auch in Kundenprojekten und Schulungen.

Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Anthropic will sicherstellen, dass Implementierungspartner nicht nur Lizenzen verkaufen, sondern echten Mehrwert liefern. Das setzt voraus, dass die Leute, die Kunden beraten, wissen, wovon sie reden.

London: Schulung zum Trainer

Ein Teil dieses Nachweises war eine Schulung in London, die ich zusammen mit meinem Kollegen Alexander Weinfurter besuchen durfte. Das Ziel war klar: Wir sollten das Wissen erwerben, um andere zu schulen – sowohl intern bei valantic als auch für Kunden.

Zwei Personen lächeln in die Kamera, während sie in einem Raum sitzen. Im Hintergrund sind ein Mann und ein Tisch mit Getränken zu sehen. Neben ihnen steht ein Schild mit der Aufschrift "Welcome to Partner Basecamp" und Informationen zu einem Programm. In der unteren Ecke sieht man die Themse und das London Eye im Hintergrund.

Inhaltlich war es ein intensives Format. Wir haben uns tief mit der Evaluierung von Prompt-Ergebnissen beschäftigt – ein Thema, das in der Praxis oft unterschätzt wird. Es reicht nicht, einen Prompt zu bauen, der auf den ersten Blick funktioniert. Man muss strukturiert messen können, ob ein Modell konsistent, korrekt und für den jeweiligen Use Case geeignet antwortet. Dafür gibt es Methoden und Frameworks, die wir in London durchgearbeitet haben.

Verzeichnisbaum mit Unterordnern für ein Projekt. Enthält Ordner für 'day1' und 'day2' mit verschiedenen Übungen, sowie eine README.md-Datei. Die Benutzerberechtigungen und Änderungsdaten sind angezeigt.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Erstellen und Deployment von Agenten in der Cloud. Es ging darum wie man KI-Agenten produktionsreif aufsetzt, welche Infrastruktur dahintersteckt und wo die typischen Fallstricke liegen. Das ist genau der Bereich, der in vielen Projekten über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: nicht das Modell selbst, sondern wie es eingebettet und verwendet wird.

Wir haben außerdem verschiedene Anthropic-Modelle verglichen und ein Gefühl dafür bekommen, wann welches Modell für welchen Einsatzzweck sinnvoll ist.

Was mich persönlich am meisten gefreut hat: der direkte Austausch mit Anthropic-Mitarbeitern und KI-Architekten und meinem valantic Kollegen. Alexander war zum Beispiel viel besser in der Optimierung der Prompts. So lernt man gegenseitig. Man bekommt in solchen Formaten einen anderen Einblick als durch Dokumentation und Blog-Posts. Fragen, die man im Alltag nicht einfach stellen kann, lassen sich dort direkt klären.

Was das für Kunden bedeutet

Wenn ich mir die valantic-Seite zur Claude Implementierung anschaue, sehe ich genau das abgebildet, was wir in London erarbeitet haben. Der Ansatz ist nicht "KI einschalten und fertig", sondern ein strukturierter Prozess: von der ersten Sondierung über einen Pilot mit messbarem Business Case bis zum unternehmensweiten Rollout.

Besonders wichtig finde ich den Aspekt, den valantic explizit benennt: Viele Unternehmen scheitern beim Sprung von einzelnen Tests zur produktiven Nutzung. Nicht weil das Modell schlecht ist, sondern weil Strategie, Governance und Integration fehlen. Das deckt sich mit dem, was ich in Projekten erlebe. Die Technologie ist selten das Problem.

Als konkreten Einstieg bietet valantic Claude Code Workshops für Entwicklungsteams an – ein direkter, praxisnaher Weg in Anthropics agentische Coding-Fähigkeiten. Für Entwickler, die verstehen wollen wie KI-gestützte Softwareentwicklung in der Praxis aussieht, ist das ein guter erster Schritt.

Der Select Partner Status bedeutet außerdem: valantic hat direkten Zugang zu Anthropic-Expertise und -Roadmaps. Das ist in einem Bereich, der sich so schnell entwickelt, kein unwichtiger Punkt. Einen Vorsprung beim Zugriff auf Informationen oder Modelle ist gerade jetzt ein Wettbewerbsvorteil.

Fazit

Ich finde es gut, dass valantic diesen Schritt gemacht hat – und ich finde es noch besser, dass er mit echtem Substanz-Aufwand verbunden war. Eine Schulung in London, inhaltliche Auseinandersetzung mit Evaluierung, Deployment und Architektur, direkter Kontakt zu Anthropic. Das ist kein Badge auf der Website, sondern Grundlage für Projekte, die tatsächlich funktionieren.

Wer das Thema Claude im Unternehmenskontext ernsthaft angehen will, hat bei valantic jetzt einen Ansprechpartner, der weiß, wovon er spricht.

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