Am 25. März 2026 fand der Magento Stammtisch Stuttgart statt – und ich war dabei. Nicht vor Ort, wie ich es mir gewünscht hätte, sondern von zuhause aus. Eine Erkältung hat mir einen Strich durch die Reisepläne gemacht. Zum Glück war eine Remote-Teilnahme möglich, und so konnte ich trotzdem meinen Beitrag über mage-remote-run halten ... ganz schön viel "remote" :-)
Persönlich vor Ort zu sein hat natürlich einen anderen Charakter. Die spontanen Gespräche am Rande, das gemeinsame Abendessen, das Netzwerken beim Getränk in der Hand – das lässt sich nicht durch einen Video-Call ersetzen. Aber die Community hat das unkompliziert möglich gemacht, und dafür bin ich dankbar.
Mein Beitrag: mage-remote-run in der Praxis
Ich habe mage-remote-run vorgestellt – mein Tool für die Remote-Verwaltung von Magento-Instanzen ohne SSH-Zugriff. Gerade in Cloud-nativen Umgebungen wie Adobe Commerce as a Cloud Service oder abgesicherten Kubernetes-Clustern stößt man schnell an Grenzen, wenn man gewohnte Shell-Werkzeuge einsetzen will. mage-remote-run setzt deshalb konsequent auf einen API-first-Ansatz und kommuniziert über HTTPS mit dem Shop.
Die Vorstellung beim Stammtisch gibt es als Video – ich verlinke es hier, sobald es verfügbar ist.
Neu war das Plugin-System in mage-remote-run, dass ich erstmals beim Stammtisch vorstellen konnte.
MageForge: Ein Build-Tool für Frontend-Entwickler
Mathias Elle, Magento- und Hyvä-Frontend-Experte, hat zusammen mit Thomas Hauschild an MageForge gearbeitet und beim Stammtisch vorgestellt, was dahintersteckt. MageForge ist ein Tool, das speziell auf die Bedürfnisse von Frontend-Entwicklern im Magento-Ökosystem ausgelegt ist – mit dem Fokus auf Build-Prozesse.
Wer schon mal mit Hyvä gearbeitet hat, weiß, dass der Frontend-Stack dort deutlich moderner ist als im klassischen Magento. Genau da setzt MageForge an: Es soll die Build-Workflows vereinfachen und beschleunigen, ohne dass man tief in die Konfigurationsdetails einsteigen muss. Ich bin gespannt, wie sich das Tool weiterentwickelt – das ist genau die Art von pragmatischer Tooling-Arbeit, die der Community gut tut.
Auch in einer CI/CD Pipeline oder beim Reparieren von kaputten Frontend-Setups kann das Tool gute Dienste leisten.
Beeindrucken ist auch, dass es auf dem höchsten PhpStan-Level getestet wurde.
Weil es so gut ist, wird es in der nächsten n98-magerun2 Version ein neues Kommando mageforge:install geben damit ihr es schnell in euer Magento System installieren könnt.
Claude-AI-Benchmarks: Wie sehr machen Regeln den Unterschied?
Anton Gudkov, Magento-zertifizierter Entwickler, hat sich mit einem Thema beschäftigt, das mich ebenfalls intensiv begleitet: dem Einsatz von Claude-AI-Modellen in der Entwicklung. Kudos auch dafür, dass er beim Stammtisch seinen ersten Vortrag hielt. Sein Fokus lag auf einem konkreten und spannenden Aspekt – dem Benchmark unterschiedlicher Einstellungen und Regelwerke.
Die Kernfrage: Wie stark beeinflussen die Konfiguration und die definierten Regeln das Ergebnis, das ein Modell wie Claude liefert? Das ist etwas, was in der Praxis oft unterschätzt wird. Man gibt dem Modell einen Prompt, bekommt eine Antwort – und denkt wenig darüber nach, was passiert, wenn man die Rahmenbedingungen systematisch variiert. Anton hat genau das gemacht und die Ergebnisse verglichen.
Mein Fazit (aus der Ferne): Das ist wertvolle Arbeit. Gerade wenn man KI-Modelle in bestehende Entwicklungsprozesse integriert, lohnt es sich, diese Stellschrauben zu verstehen – und nicht einfach mit den Standardeinstellungen zu leben.
Ich hoffe, beim nächsten Mal persönlich dabei zu sein. Stuttgart wäre es wert gewesen. Danke an Phoenix Media für die wie immer tolle Orga.