Wer Linux benutzt installiert gerne auch Software manuell nach die z.B nicht in einem der offiziellen Software-Repositories ist. Was bei der Software oft fehlt ist der passende Launcher für die graphische Oberfläche.

Damit diese erscheinen muss eine sogenannte .desktop Datei angelegt werden. Die Spezifikation der Datei ist von der Free Desktop Group standardisiert worden und damit distributonsübergreifend verwendbar.

Als Beispiel sollen hier die .desktop Datei dienen, die ich für meine manuell installierte CMapsTools angelegt habe.

[Desktop Entry] 
Type=Application 
Name=CMap Tools Comment=Concept Maps 
Exec="/home/cmuench/opt/IHMC CmapTools/bin/CmapTools" 
Icon=/home/cmuench/opt/IHMC CmapTools/cmaptools.png 
Categories=Office; 
Terminal=false 
StartupWMClass=com-zerog-lax-LAX

Die Datei kann dann entweder unter /usr/local/share/applications abgelegt werden, wenn diese für alle Benutzer des Systems greifen soll. Da ich das System alleine nutze und gerne alles so installiere, dass ich die Hoheit über alles in meinem Home-Dir habe, habe ich die Datei unter ~/.local/share/applications abgelegt.

Eine wichtige Erkenntnis für mich war, dass der Pfad unter Exec immer mittels Anführungszeichen eingeschlossen sein muss, wenn sich Leerzeichen darin befinden. Der Pfad für das Icon sollte nicht mit Anführungszeichen eingeschlossen werden.

Die Korrektheit der Datei lässt sich mit dem Befehl “desktop-file-validate” überprüfen. Der Validator kann über das Paket desktop-file-utils unter Debian/Ubunutu oder Redhat/Fedora nachinstalliert werden.

Die Desktop-Dateien sollten nach einer Weile automatisch nachgeladen werden. Wenn ihr Gnome nutzt, könnt ihr den Vorgang wie folgt beschleunigen: Alt + F2 r.

Wichtig! Das ganze funktioniert nur, wenn die Pfade in der Datei alle korrekt angegeben wurden. Die meisten Fehler liegen in falschen Pfadangaben, falls euer Eintrag nicht im Menü erscheint.

Viel Spaß!